Kátharsis:

Altgriechisch:  rituelle Reinigung



Prozess (70 Minuten pro Erzahlende):

Die (Lebens-)"Geschichte" wird etwa 10 Minuten lang erzählt. Dadurch entsteht eine 30 minutige, künstlerische Systemaufstellung welche die "Geschichte" darstellt. Der Erzählende wird nach dem Geschehen zur Reflexion eingeladen, z.B. ‘was habe ich gesehen/wiedererkannt, ‘was hat das bei mir bewegt’, ‘was ist besonders in Resonanz gegangen’… 2 Prozesse finden während einer Zeremonie statt.


"Geschichte" (10 Minuten):

Ein aktuelles oder mehrfach wiederkehrendes Thema, ein Symptom, ein seelisches Leid, chronische körperliche Schmerzen oder ein schweres "Schicksal", einfach das, was sich tendenziell im Leben unverweiglich wiederholt. 


Künstlerische Systemaustellung (30 Minuten):

Systemaufstellung (auch Systemische Aufstellung) bezeichnet ein Verfahren der Systemischen Therapie, in dem aus einer vorhandenen Gruppe Personen oder alternativ Figuren stellvertretend für Mitglieder oder Entitäten (Teile, Aspekte) eines (üblicherweise sozialen) Systems gewählt und in einem realen Raum sodann repräsentativ zueinander in Beziehung (auf-)gestellt werden. Bei Systemaufstellungen handelt es sich nicht um Rollenspiele. Primär geht es bei Systemaufstellungen um die Abbildung bzw. das Erkennen von (eventuell dysfunktionalen) Beziehungsstrukturen. (Quelle: Wikipedia)


Integration (30 Minuten): Ein warmes und therapeutisches Sicherheit snetz wird von der Gruppe gebildet, damit die durch die Systemaustellung ausgelösten Emotionen erlebt, empfangen und beruhigt werden dürfen.

 

Die Bezeugenden:

Die Personen sind durch ihr empathisches Zuschauen und Ihre Präsenz Teil der Prozesse. Sie werden am Anfang eingeladen, ihr aktuelles Thema zu äussern und dann zu fühlen, wie dieses am Schluss mit den 2 Prozessen in Resonanz geht. Bis 8 Bezeugende können an einer Zeremonie teilnehmen.

 

Die Erzählenden:

Die Person bringt eine "Geschichte" mit, die inszeniert wird. Es ist ihr bewusst, dass sie in ihrem Prozess an einer  Systemaufstellung teilnimmt, die sie sehr tief berühren kann. 2 Erzählende nehmen an einer Zeremonie teil.

 

Die Kunstschaffenden:

Die Personen sind ausgebildet und geübt in einem Kunstgebiet

(Bewegungstheater, Malen oder Musik). Was sich in der Systemaufstellung zeigt, kommt intuitiv durch ihre Körper, Emotionen und Interaktionen ans Licht. Die Kunstschaffenden sind lediglich der Kanal, durch den die "Geschichten" hin-durchfliessen und einen Ausdruck finden. Sie sind zusätzlich im systemischen und therapeutischen Bereich weitergebildet und erfahren. Sie bilden gemeinsam ein therapeutische Sicherheitsnetz zusammen. 6 Kunstschaffende nehmen an einer Zeremonie teil.